Neunzig Jahre unterm Kegel
lodert schon der Feuerpegel.
Ein Vulkan aus tiefster Erde
schlummert oben, wo die Herde
meiner Lämmer Gräser frisst,
unbewusst der Gnadenfrist.
Tausend Meter hohe Berge:
Der Vulkan macht sie zum Zwerge!
Unser Berg fällt steil hinab
bis ins tiefste Meeresgrab.
Frisch glüht’s in der Bergesmitte
Stein, Gold, Eisen wie ‘ner Hütte.
Wann fällt hier mal wieder Schlacke,
regnets Asche, und – au Backe! -
schüttelt unsre Insel feste,
schmettert sie in kleinste Reste?
Neunzig Jahre oder tausend?
Wenn der Berg sich laut und brausend
meldet, bin ich hoffentlich weit weg.
Scharf bin ich nicht auf den Schreck
Feurio! Ein Gedicht, wie ich es liebe. Durch die excellente Wortwahl des Dichters hat der Leser ein gewaltiges – und trotzdem schönes – Bild mit ansprechenden Farben vor Augen. Chapeau!